16.09.2017 13:45
von Andreas Burkert

Bei leichtem Nebel bahnen sich an einem Samstagmorgen dutzende von Autos aus Deutschland und Holland ihren Weg auf ein altes Fabrikgelände in Offenbach. Von zwei Seiten betreten schwarz gekleidete Männer und Frauen eine staubige Halle. Sie laden ihr sperriges Equipment in einer Ecke ab und haben ihr erstes Ziel des Tages mit einem kurzen Blick schnell ausfindig gemacht. Die Kaffeemaschine.

Am 16. und 17. September 2017 hat mit über 130 Teilnehmern eines der größten Krav Maga Trainingscamps Deutschlands stattgefunden. Das von Defend Yourself ausgerichtete Urban Warrior Camp brachte gleich zwei der einsatzerfahrensten Mitglieder des Global Instructor Teams der IKMF nach Hessen: Israel Cohen (Expert Level 3, Head of IKMF Military and SWAT Division) und Guy Bilya (Expert Level 2). Guy Bilya war zuvor 3 Jahre im Staatsdienst aktiv und hat im Rahmen des Camps seinen allerersten Lehrgang in Deutschland gehalten.

Das übergreifende Thema des Wochenendes war „Urban Terror“. Neben praktischen Trainingseinheiten, die Angriffe mit Stöcken, Messern, Äxten und Macheten beinhalteten, erhielten die Trainierenden auch Einblicke in Bedrohungssituationen mit Schusswaffen. Die fordernden, praxisnahen Szenarien wurden durch theoretische Einheiten ergänzt, die die Bedeutung von Aufmerksamkeit und Prävention im Alltag unterstrichen haben: Wie verhalte ich mich im Falle eines Anschlags auf der Straße, in einem Restaurant oder einem Konzert? Wie bringe ich mich in Sicherheit? Was sind die gravierendsten Unterschiede zwischen einem Raubüberfall und einem Terroranschlag?

Am Ende der zwei ereignisreichen Trainingstagen unterstreicht Israel Cohen erneut wie wichtig es ist, die Prinzipien hinter den Techniken zu verstehen und sich in einer Verteidigungssituation nicht an erster Stelle mit der Entwaffnung des Angreifers zu beschäftigen sondern vielmehr mit der Kontrolle der Situation. Die Chance einen bewaffneten Angriff zu überstehen ist gering. Umso wichtiger ist es – wenn eine Flucht unmöglich ist – sich mit aller Kraft zur Wehr zu setzen. Egal wie stark der Gegner oder wie klein man selbst ist: „Kicking and punching is always an option“.

Die beiden GITs und der Organisator Andreas Burkert wurden bei ihrer Abschlussrede mehrfach durch anhaltenden Applaus der Teilnehmer unterbrochen. Egal wie anstrengend die letzten zwei Tage waren – der laute Jubel spricht für sich.

Sowohl die Teilnehmer als auch das gesamte Defend Yourself Team bedanken sich für zwei außergewöhnliche Trainingstage. Wir hoffen Israel und Guy bald wiederzusehen und freuen uns auf das nächste Camp! Kida!

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